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Flugschriften
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Flugschrift zur Demo am 20. Juni 98 "Für eine neue Politik"
Steh auf
wenn Du die
Es geht nicht um eine 'neue Politik', wie uns der Aufruf für die (Zitat) "Großdemonstration am 20. Juni in Berlin" vorzusäuseln bemüht ist. Notwendig ist vielmehr die Abschaffung der Politik, die die bürgerliche InitiatorInnenblase meint: einer Politik als Herrschaftsinstrument!
Aufstand
für Rotrosagrün? Es
gibt sie überhaupt nicht, die Bewegung, die sich angeblich in Sozial-
und Arbeitsämtern genauso wie in der 'demokratischen Zivilgesellschaft'
formiert und nur darauf wartet,dieses Land fortschrittlich umzukrempeln.
Trotzdem wird uns die Demo als Initiative dieser angeblichen Bewegung
präsentiert, und das mit einem Gestus, als sei mit einem Samstagsspaziergang
das Übel schon fast von der Welt genommen. Dabei geht es um nichts anderes
als ein herzlich trostloses Wahlkampfevent. Oder zweifelt jemand ernsthaft
daran, daß diese Demo nur den Zweck hat, medialen Rohstoff für die Simulation
einer fortschrittlichen Massenbewegung zu liefern, die nach der Kanzlerwahl
von Herrn Schröder bitteschön aber wieder aus den Nachrichtsredaktionen verschwunden
wird? Aber sehen
wir uns doch mal einiges von dem, was und da so gutestmenschlich aus
dem Aufruf entgegenwallt, etwas genauer an (Zitate in folgenden kursiv).
Wie jetzt?
Papa Staat schafft Beschäftigung für diejenigen
Ach denk nur, der Löwe frißt Fleisch. Es ist fast peinlich, darauf hinzuweisen, aber die beklagte Spaltung aufrechtzuerhalten, ist der Sin von Politik in der kapitalistischen (huch!) Klassengesellschaft.
Von den Reichen nehmen und's den Armen geben - das war bei Robin Hood schon origineller formuliert. Geht es nicht eher um die Verfügung der ProduzentInnen über ihre Produktionsmittel, der Lebendigen über ihre Lebensmittel? Wo doch die gerechte Umverteilung sowieso schon unter Finanzierungsvorbehalt steht, gell, Herr Fischer!
Es
gibt drei dicke blaue Bücher (I), da steht unter anderm drin, weshalb
sich das Kapital bei Strafe des Untergangs so verhalten muß. Übrigens,
geschätzte FreundInnen der predigenden Zunft: Technischer Fortschritt
kann auch von Plackerei und Mühsal befreien...
Famos:
Die gedankenfreien Flachpfeifen, die das verbockt haben, halten sich
wahrscheinlich noch für mutig und
Da allerdings haben sie mal recht. Es wird allerdings immer so weitergehen, wenn mensch wie unsere Erfurter Kuscheltiere hofft, die Gesellschaft gerechter zu gestalten, ohne die Grundlagen des Systems - Ausbeutung und Herrschaft - knacken zu wollen. Dabei könnte alles mehr oder weniger einfach sein. Wir müßten uns unserer Unterdrückung bloß mal bewußt werden - und sie dann gemeinsam bekämpfen. Dazu gehört natürlich, daß wir den faulen Zauber, den uns die bürgerliche Politik vormacht, durchschauen, und endlich damit beginnen, unser eigenes Ding durchzuziehen.
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